Zur Frage der möglichen Toxizität von MDMA

Von Prof. Dr. Torsten Passie

 

Vorab: Eine synoptische Kurzübersicht

Zuerst gab es Hinweise aus Tierstudien, dass MDMA bei hohen Dosierungen toxische Wirkungen haben könnte.

Die physischen Wirkungen von MDMA auf den gesunden menschlichen Gesamtorganismus sind relativ gering und als nicht toxisch zu bewerten. Medizinisch relevante Komplikationen zeigen sich aber unter problematischen Bedingungen wie Überdosierungen, stundenlanges Tanzen in überwärmten Clubs, Flüssigkeitsmangel, Mischkonsum und Mehrfacheinnahmen (in der gleichen Nacht). Außerdem sind Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (des Herzens, der Leber, der Nieren und bei Epilepsie) gefährdet. Im Rahmen experimenteller Humanstudien und in der MDMA-unterstützten Psychotherapie wurden keine relevanten medizinischen Komplikationen beobachtet.

In Bezug auf dauerhafte Wirkungen eines häufigen MDMA-Konsums auf Gehirn und Hirnfunktionen gibt es seit 25 Jahren eine verwirrende Vielfalt von Studien, deren Ergebnisse sich vielfach widersprechen.

Schon früh wurde klar, dass bei MDMA – anders als bei gewöhnlichen Amphetaminen – eine Ausschüttung von Serotonin für die psychischen Wirkungen verantwortlich ist. Durch Dopamin und Noradrenalin gesteuerte Neurotransmitter-Systeme spielen dagegen kaum eine Rolle. Untersuchungen von chronischen Konsumenten fanden damit übereinstimmend Veränderungen praktisch ausschließlich am Serotonin-System; so etwa temporäre Verminderungen des Serotonin-Spiegels und der Serotonin-Transporter (die das Serotonin aus den Zellen in den synaptischen Spalt  – und zurück – transportieren).

Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass MDMA – auch bei dysfunktionalem „Partykonsum“ – nicht zu morphologischen Veränderungen oder andauernden Stoffwechselveränderungen im Gehirn führt. Bis heute wurde kein Absterben von Hirnzellen beim Menschen nachgewiesen.

Es gibt eine Reihe von Belegen, dass es bezüglich der durch starken MDMA-Konsum verursachten Veränderungen im Gehirn nach längerer Abstinenz zu einer Regeneration kommt; bei den Neurotransmittern, aber auch den zellbezogenen und neurokognitiven Veränderungen.

Trotz jahrzehntelanger Forschung weisen die Studien zu kognitiven Funktionen bei regelmäßigen MDMA-Konsumenten erhebliche methodische Probleme auf. So etwa das Studiendesign, geringe Probandenzahlen, Unklarheiten über vorbestehende Persönlichkeitseigenschaften, verschiedenartige Gebrauchsmuster, unbekannte Dosierungen und Pilleninhaltsstoffe sowie die parallele Einnahme anderer Substanzen. Die bei starken MDMA-Konsumenten in den meist methodisch fragwürdigen Studien gemessenen Defizite, die am ehesten bei (v.a. verbalen) Gedächtnisleistungen gefunden wurden, sind i.d.R. so gering, dass sie kaum funktionelle Konsequenzen für die Alltagsbewältigung haben dürften.

Eine sehr gründliche Untersuchung deutscher Wissenschaftler an rekreationalen MDMA-Konsumenten konnte keinerlei toxische Wirkungen bei der Einnahme von 50-100 Pillen (Lebenszeitdosis) nachweisen (Thomasius 2000).

In einer Studie an Mormonen, die niemals andere Substanzen als MDMA konsumiert hatten, zeigten sich keine neurokognitiven Defizite (Halpern et al. 2011). Dies könnte bedeuten, dass die vorher in Studien gemessenen Defizite nicht durch MDMA, sondern durch den Mischkonsum mit anderen Substanzen verursacht wurden.

Aus neuropsychiatrischer Sicht scheint es seit 2005 klar, dass MDMA bei gelegentlichem Konsum und unter kontrollierten Bedingungen keine anhaltenden Veränderungen im menschlichen Organismus verursacht. Bei starkem oder sehr starkem Konsum kann es dagegen zu - mindestens temporären - Veränderungen der Hirnfunktion und der neurokognitiven Performanz kommen. Das psychiatrische Krankheitssymptome wie Depressionen, Angststörungen oder ähnliches durch chronischen MDMA-Konsum zustande kommen, scheint nicht der Fall zu sein.

 

 

Studien zur Toxizität von MDMA

Der folgende Überblick präsentiert wesentliche Teile der Forschung zu möglichen neurotoxischen Wirkungen von MDMA. Der Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll vielmehr zur Illustrierung wesentlicher Aspekte dienen, Probleme skizzieren und die Komplexität der Forschung verdeutlichen.

 

Bei der Frage nach den toxischen Wirkungen von MDMA auf den menschlichen Organismus sind sechs Bereiche zu unterscheiden:

  1. die akute Toxizität normaler Dosen
  2. die Toxizität unter extremen Bedingungen
  3. die Toxizität bei Personen mit Vorerkrankungen
  4. mögliche toxische Wirkungen bei häufiger (‚chronischer‘) Einnahme
  5. mögliche toxische Wirkungen auf die Hirnfunktion (‚Neurotoxizität‘)
  6. bleibende Wirkungen auf kognitive Funktionen und die psychische Gesundheit
  1. Die akute Toxizität normaler Dosen

Obgleich es schon um 1980 einige Todesfälle bei Konsumenten mit Vorerkrankungen gab, sind in der ersten Zeit des (noch recht begrenzten) MDMA-Gebrauchs kaum Komplikationen bekannt geworden. Bei diesen Personen bestanden entweder gravierende Vorerkrankungen (Herzkrankheiten, Epilepsie) oder sie hatten zugleich erhebliche Mengen anderer Substanzen konsumiert (Drug Abuse Warning Network 1982, Hall & Henry 2006).

Unter kontrollierten Bedingungen, das heißt ohne besondere körperliche Anstrengungen wie z.B. in der MDMA-unterstützten Psychotherapie sind über die letzten Jahrzehnte keine Komplikationen berichtet worden. Die amerikanische Medikamentenzulassungsbehörde FDA hat die Risiken im Rahmen der Psychotherapie aufgrund der Datenlage als sehr gering eingestuft.

 

  1. Die Toxizität unter extremen Bedingungen

Komplikationen traten vermehrt erst Ende der 1980er Jahre auf, als sich MDMA als „Tanzdroge“ zu verbreiten begann. Durch das über Stunden andauernde Tanzen wird eine erhebliche körperliche Anstrengung erbracht. Zusätzlich werden – durch die Drogenwirkung bedingt – körperliche Bedürfnisse wie Trinken und Pausieren nicht mehr adäquat wahrgenommen (‚psychophysische Entkopplung‘ n. Gouzoulis-Mayfrank). Hinzu kommen überhitzte Tanzräume mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, was den durch die Stimulantienwirkung von MDMA ohnehin schon erhöhten Stress für den Organismus weiter deutlich steigert. Durch dieses Bedingungsgefüge gab es in den späten 1980er und 1990er Jahre eine Vielzahl von medizinischen Komplikationen und auch eine Reihe von Todesfällen. Diese waren vor allem durch Flüssigkeitsmangel, Überhitzung, Krampfanfälle, Muskelzersetzung mit Nierenversagen und Herzprobleme bedingt. In fast allen Fällen wurden hohe und mehrfache Dosen in derselben Nacht und andere Drogen bzw. Alkohol zusätzlich konsumiert. Es ist daran zu erinnern, dass zu dieser Zeit an jedem Wochenende bei Tanzveranstaltungen („Raves“) Millionen von Dosen konsumiert wurden.

 

  1. Die Toxizität bei Personen mit Vorerkrankungen

Wie bei fast allen Medikamenten gibt es auch bei MDMA Personen, die an Vorerkrankungen leiden, was die Einnahme für sie risikoreicher macht. Dazu zählen etwa ausgeprägte Herzerkrankungen, schwere Leber- und Nierenkrankheiten und Epilepsie. Zwar kam es vereinzelt auch bei Personen ohne Vorerkrankungen zu Todesfällen, doch waren dies absolute Raritäten, die teils auf individuelle Besonderheiten des Leberstoffwechsels, teils auf unbekannte individuelle Faktoren zurückgeführt wurden (z.B. Hall & Henry 2006).

 

  1. Mögliche toxische Wirkungen bei häufiger (‚chronischer‘) Einnahme

Betrachtet man die möglichen Folgewirkungen von häufiger MDMA-Einnahme auf den Gesamtorganismus, so ist zu sagen, dass in wissenschaftlichen Untersuchungen keine dauerhaften Schäden nachgewiesen werden konnten. Allerdings kann es durch „selbstvergessenes“ Tanzen“ und die verringerte Wahrnehmung des eigenen Körperzustandes beim stundenlangen Tanzen zu Verletzungen der Gelenke und des Gesäßbereiches kommen.

 

  1. Mögliche toxische Wirkungen auf die Hirnfunktion (‚Neurotoxizität‘)

Ging es zunächst um die allgemeine Toxizität, so konzentrierten sich die Studien seit den 1990er Jahren auf mögliche toxische Wirkungen auf die Hirnfunktion und die Hirnzellen, das heißt die sogenannte Neurotoxizität wird untersucht (vgl. Gouzoulis-Mayfrank et al. 2002).

Um das Spektrum möglicher toxischer Wirkungen kennenzulernen, wurden anfangs Studien an Ratten und Affen mit hohen Dosen durchgeführt. Die Aussagekraft dieser Studien war zweifelhaft, da die Dosen sehr hoch und die Übertragbarkeit auf den Menschen umstritten war(en). Man fand in den Studien heraus, dass die toxischen Effekte sich auf die serotoninhaltigen Zellen konzentrierten, während Hirnzellen, die mit anderen Neurotransmittern wie etwa Noradrenalin oder Dopamin die Hirnaktivität steuern, nur sehr wenig bzw. gar nicht affiziert wurden.

Im Unterschied zu Amphetaminen oder Opiaten, bei denen die Auswirkungen vor der Epidemie ihres Missbrauchs bekannt waren, lagen bis 1994 praktisch keine wissenschaftlichen Studien mit MDMA am Menschen vor. Daher mussten sich die Forscher zunächst auf Populationen regelmäßiger User konzentrieren, um eine mögliche Toxizität zu ermitteln. Diese Studien konnten jedoch nur an Probanden durchgeführt werden, die MDMA aus unbekannten Quellen, in unbekannter Menge und unter weitgehend unbekannten Bedingungen eingenommen haben. Auch die zusätzliche Einnahme anderer Drogen und Medikamente konnte ebenso wenig berücksichtigt wie die Klärung der Frage, welche Defizite oder Störungen schon vor dem Konsum vorgelegen hatten. Diese Faktoren schränkten den Wert solcher Studien ein.

Letztlich wurden praktisch alle frühen Studien zur Neurotoxizität am Menschen mit MDMA-Usern der rekreationalen Szene durchgeführt, die MDMA bei Party- und Tanzveranstaltungen wiederholt und häufig eingenommen hatten. Dazu kamen die besonderen Bedingungen in Partykontexten (wie dauerhaftes Tanzen, übermäßiges Schwitzen in überhitzten Räumlichkeiten, inadäquate Flüssigkeitsaufnahme, Mehrfacheinnahmen und Mischkonsum).

Es ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Untersuchungen an Patienten in MDMA-Therapien keine Hinweise auf neurotoxische Wirkungen fanden (z.B. Mithoefer et al. 2011).

 

Studien zu Neurotransmittersystemen

Schon früh wurden Studien dazu angestellt, ob es nach erheblichem MDMA-Konsum zu Veränderungen von Neurotransmittern und deren Metaboliten kommt. Viele Studien konnten zeigen,  dass starker MDMA-Konsum Veränderungen im Serotonin-System bewirkt. Es exisitieren jedoch keine Belege für eine Neurotoxizität mit dauerhaften Schädigungen.

In der Hirnflüssigkeit (zerebraler Liquor) fanden sich keine Veränderungen in Bezug auf die Metaboliten von Dopamin und Noradrenalin, aber Absenkungen eines Serotonin-Metaboliten (HIAA) (Peroutka et al. 1987, Bolla et al. 1998, McCann et al. 1999). Eine methodisch besser gemachte Studie von Stuerenburg et al. (2002) fand diese Abweichung allerdings nicht.

Neuroimaging-Studien von Semple et al. (1999), Reneman et al. (2001a) und McCann et al. (2008) konnten keinen Einfluss auf die Dopamintransporterdichte feststellen.

 

Studien zu morphologischen Veränderungen

Als Folge toxischer Schäden an Gehirnzellen entwickelt sich eine sogenannte Astrogliose, also ein gesteigertes Wachstum von Astrogliazellen im Gehirn. Derartige Veränderungen wurden nach mutmaßlich neurotoxischen Dosierungen von 30 mg/kg MDMA jedoch nicht gefunden (O'Callaghan et al. 1993, Pubill et al. 2003), was den Schluss nahelegt, dass eine Erniedrigung von Serotonin-Parametern nicht mit bleibenden Schädigung an Nervenzellen gleichzusetzen ist.

Untersuchungen mit bildgebenden Methoden (Magnetic Resonance Imaging (MRI), perfusion and diffusion MRI, PET) haben keine Hinweise auf anatomische Hirnveränderungen bei MDMA-Konsumenten erbracht (Chang et al. 2000, Gamma et al. 2001, Reneman et al. 2001a).

 

Studien zur Hirndurchblutung

In einigen Studien mit funktionellem MRI (fMRI) und SPECT zeigten sich Hinweise auf geringe Veränderungen der zerebralen Durchblutung kleiner Hirnregionen bei chronischem Gebrauch. Diese fielen, was Lokalisation und Charakter angeht, je nach Studie unterschiedlich aus (Chang et al. 1999, 2000, Reneman et al. 2001c, Cowan et al. 2003).

 

Studien zum Gehirnstoffwechsel

PET-Studien zum Neurometabolismus werden mit radioaktiv markiertem Zucker (Glukose) als Marker für das Ausmaß des Stoffwechsels durchgeführt. An MDMA-Konsumenten wurden bisher drei solche Studien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Veränderungen des Hirnstoffwechsels bei chronischem MDMA-Gebrauch (Obrocki et al. 1999, Buchert et al. 2001, Buck et al. 2000).

 

Studien zum Serotonin-Transporter (SERT)

Untersuchungsmethoden wie PET und SPECT erlauben die spezifische Untersuchung einzelner Transmitter- bzw. Rezeptorsysteme am lebenden Gehirn. Untersucht wurden bei MDMA-Konsumenten vor allem Serotonin-Transporter (SERT) und 5-HT2A-Rezeptoren. Allerdings sind die Messergebnisse schwer einzuordnen, da sich die Dichte von SERT mit dem Alter, bei genetischen Dispositionen oder infolge von Herunterregulierung durch die Einnahme von Medikamenten usw. erheblich ändern kann (Kish 2002).

Bei hochfrequentem MDMA-Gebrauch fanden McCann et al. (1998) eine globale Reduktion von SERT. Semple et al. (1999) fanden dagegen nur eine regionale Abnahme, die keinen  Zusammenhang mit der eingenommen MDMA-Menge zeigte. Von Reneman et al. (2001a) wurde bei MDMA-Konsumenten mit kurzer Abstinenzdauer wiederum eine global verminderte Dichte von SERT nachgewiesen. In einer anderen Studie fand diese Arbeitsgruppe allerdings keine Unterschiede bezüglich SERT bei schweren, moderaten und abstinenten MDMA-Usern (Reneman et a. 2002). Eine Replikationsstudie zur PET-Studie von McCann et al. (1998) führten Buchert et al. (2003) durch und fanden nur minimale Verminderungen von SERT (4-5%) in zwei von vier Hirnregionen. Neuere, methodisch verbesserte Studien bestätigen eine Verringerung von SERT bei starkem MDMA-Konsum, die allerdings nach 12 Monaten Abstinenz nicht mehr nachweisbar war (Thomasius et al. 2003).

In den Studien von Buchert et al. (2003, 2004), Semple et al. (1999), Reneman et al. (2001b, 2002) und Kish (2010) zeigten MDMA-User eine Verringerung von SERT in einigen Hirnregionen, während User mit kumulativen Dosen von 250-400 Pillen nach 20 Wochen Abstinenz keine Unterschiede mehr aufwiesen.

Die meisten dieser Studien wurden scharf kritisiert (Kish 2002). So sei unklar, was tatsächlich gemessen worden sei, da die verwendeten Liganden auch an Dopamin- und Noradrenalin-Transporter binden würden (cf. Parsey et al. 1999).

In einer Übersichtsarbeit von Neuroimaging-Studien an rekreationalen MDMA-Usern mit moderatem Konsum (50 bis 100 Ecstasy-Tabletten Gesamt-Dosis) fanden Mueller et al. (2016: 21) "keine überzeugenden Beweise dafür, dass eine moderate MDMA-Einnahme mit strukturellen oder funktionellen Veränderungen des Gehirns verbunden ist".

 

Regeneration der Veränderungen

Eine mindestens partielle Regeneration nach neurotoxischen Schädigungen bei chronischem MDMA-Konsum findet sich nach 12- bzw. 18-monatiger Abstinenz bei praktisch allen Tierspezies (Fischer et al. 1995, Battaglia et al. 1991). Dies ist in Bezug auf die Erniedrigung der Serotonin-Konzentration im Gehirn leicht nachvollziehbar, da dessen Synthese nach einer starken Ausschüttung ansteigt und der Verlust ausglichen wird (Hatzidimitriou et al. 1999).

Es muss daher sorgfältig zwischen solchen Vorgängen unterschieden werden, die sich bei der Zerstörung von Zellen, wie sie bei hochdosierten Tierversuchen erzeugt werden, abspielen und jenen nur vorübergehenden Veränderungen, die sich durch die Herunterregulierung von Rezeptoren und Transportern ereignen.

Auch beim Menschen kommt es zu einer Regeneration der durch starken MDMA-Konsum verursachten Veränderungen (z.B. Hatzidimitriou et al. 1999). Umstritten ist, ob die möglicherweise geschädigten Ausläufer der Nervenzellen in genau der Gestalt „nachwachsen“, die sie vorher hatten. Auch die neurokognitiven Defizite, wie sie bei sehr starkem MDMA-Konsum gefunden wurden, bilden sich bei längerer Abstinenz weitgehend zurück (vgl. Gouzoulis-Mayfrank & Daumann 2006).

 

Hypothetische Mechanismen der Neurotoxizität

Trotz mehr als 25 Jahren Forschung gibt es bisher keine abschließende Erklärung für die Verursachung neurotoxischer Wirkungen bei massivem MDMA-Konsum.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass das MDMA selbst die neurotoxischen Effekte verursacht. Allerdings konnte in Tierversuchen gezeigt werden, dass bei Injektion von MDMA direkt in das Gehirngewebe keine neurotoxischen Effekte auftraten (vgl. Esteban et al. 2001).

Eine ältere Hypothese geht von einer Vermehrung von freien Radikalen durch die Einnahme von MDMA aus, die die neurotoxischen Wirkungen verursachen soll (Colado et al. 1997a, b, Shanakaran et al. 1999). Freie Radikale besitzen mehrere ungepaarte Elektronen in der Außenschale und sind daher chemisch besonders reaktiv. Bei vermehrter Bildung können sie körpereigene Makromoleküle beschädigen und die Zellfunktion stören (Aguirre et al. 1999). Die Überwärmung des Körpers (Hyperthermie) durch MDMA, aber auch durch überwarme Umgebungsbedingungen steigern die Bildung von freien Radikalen (Colado et al. 1993).

Unter Experten wird seit Längerem diskutiert, dass ein im Verlauf der Verstoffwechslung von MDMA erst spät entstehender Metabolit die neurotoxischen Wirkungen verursachen könnte (Hiramatsu et al. 1990, Perfetti et al. 2009).

Im Anschluss an diese beiden Hypothesen entwickelten Green et al. (2012) eine Theorie, warum dauerhafte Zellschäden durch MDMA beim Menschen bisher nicht belegt werden konnten. Studien hätten gezeigt, dass es bis zum Auftreten maximaler Plasmaspiegel (bei oraler Einnahme) beim Menschen mindestens die doppelte Zeit brauche wie bei Ratten; und dreimal solange wie bei Affen. Daher sei anzunehmen, dass eine durch den schnellen Anstieg im Blut beschleunigte Entstehung von toxischen Metaboliten die Kapazität der Abfangsysteme für freie Radikale überschreite und es dann zu neurotoxischen Schädigungen komme. Beim Menschen seien der Anstieg im Blutplasma und der Metabolismus erheblich langsamer, so dass die toxischen Metaboliten langsamer und in deutlich geringerem Ausmaß entstehen würden. Dadurch könne eine weitgehende Inaktivierung freier Radikale durch die körpereigenen Abfangsysteme erfolgen – und es träten keine toxischen Wirkungen auf.

 

Studien zu kognitiven Funktionen

Serotonin (5-HT) beeinflusst Kognition, Wohlbefinden, Schlaf sowie vegetative und neuroendokrine Funktionen. Es ist erstaunlich, wie gering Langzeit-Wirkungen in Bezug auf Verhalten und Performanz bei chronisch mit MDMA vergifteten Versuchstieren ausfallen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass das Serotonin-System lediglich beim "fine-tuning" und der Stabilisierung neuronaler Netzwerke eine Rolle spielt, aber selbst kaum direkten Einfluss auf physiologische Funktionen hat ("überall beteiligt, für nichts verantwortlich“ e.g. Weiger 1997).

Neuropsychologische Studien bei (abstinenten) MDMA-Gebrauchern bezogen sich vornehmlich auf Messungen von Reaktionszeit, komplexer Aufmerksamkeit, Problemlösungsverhalten und frontale exekutive Funktionen. Etwa die Hälfte der Studien fand leichte Defizite bei den MDMA-Usern, die andere Hälfte fand keine. Dasselbe gilt für das Arbeitsgedächtnis. Da es hier nicht möglich ist, sämtliche Studien aufzuführen, sei der Leser auf die einschlägigen Übersichtsarbeiten verwiesen (Gouzoulis-Mayfrank et al. 2002, Gouzoulis-Mayfrank & Daumann 2006, Rodgers 2001, Reneman 2003, Kish 2002, Sakar & Schmued 2010).

Die bisher am besten belegten Veränderungen sind subtile Defizite in der Funktion des episodischen Gedächtnisses und der Lernfähigkeit (Schilt et al. 2007).

Eine Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass es zwar Hinweise auf neurokognitive Defizite gebe, aber unklar sei, ob diese Veränderungen mit dem MDMA-Konsum zusammenhängen oder mit persönlichen Eigenschaften des zum Drogenkonsum neigenden Menschen sowie dessen Lebensstil (Gouzoulis-Mayfrank & Daumann 2006).

 

Kritik und Probleme neurokognitiver Studien

Die meisten der durchgeführten Studien weisen schwerwiegende methodische Defizite auf (Querschnittsdesign, geringe Anzahl von Probanden, schlecht übereinstimmende Kontrollgruppen, fehlende IQ-Messung, paralleler Gebrauch anderer Medikamente und Drogen, unterschiedliche Abstinenzdauer u.a.).

Wenn man sich die Liste möglicher Störfaktoren und methodischer Probleme ansieht, ist es wenig verwunderlich, dass nur wenig eindeutige Belege vorliegen. Mögliche Störfaktoren sind:

1. (prämorbide) psychiatrische Komorbidität

2. die verwendete MDMA-Dosis

3. der Gebrauch anderer Drogen

4. zusätzliche Drogeneinwirkung während der Tests (z.B. durch Cannabis)

6. Schlafstörungen

7. Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

8. Ernährungsdefizite

9. sozioökonomische Unterschiede

10. Bildungsunterschiede

 

Metaanalysen neurokognitiver Studien

Als Metaanalyse wird eine Methode bezeichnet, mit der Studien verglichen und Einblicke in deren Stärken und Schwächen wie auch die Zuverlässigkeit der Ergebnisse gewonnen werden kann. Ein möglicher Mangel von Metaanalysen resultiert aus der Unterschiedlichkeit (Heterogenität) der verglichenen Studien und dem Ausschluss von Studien durch die Auswahlkriterien.

Laws und Kokkalis (2007) führten eine Metaanalyse von 26 Studien mit MDMA durch, um Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis (STM), das Langzeitgedächtnis (LTM) und das verbale und visuelle Gedächtnis zu untersuchen. STM und LTM zeigten eine geringe Tendenz zur Abnahme, eine größere wurde für das verbale Gedächtnis gefunden. Außerdem zeigte die Metaanalyse, dass das Gedächtnis durch einen gleichzeitigen Cannabiskonsum stärker beeinträchtigt wird als durch MDMA-Konsum allein.

Drei weitere Metaanalysen weisen ebenfalls auf das Problem des gleichzeitigen Konsums anderer Substanzen hin, der weder sicher erhebbar noch in seiner Bedeutung zuverlässig einschätzbar sei (z. B. Thomasius et al. 2003, Verkes et al. 2001). Allein aufgrund dieses Problems könne man "... nicht schließen, dass MDMA die beobachteten Defizite verursacht" (Kalechstein et al. 2007: 535).

 

Waren alle Studien zur „Neurotoxizität“ durch den Gebrauch anderer Drogen verfälscht?

Es ist bekannt, dass der regelmäßige Konsum verschiedener Drogen mit kognitiven Einbußen einhergehen kann. Studien, welche die Teilnehmer nach stattgehabtem Konsum untersuchen, sind natürlich nicht in der Lage, zwischen den Wirkungen verschiedener Drogen zu unterscheiden. So kann es unklar bleiben, ob MDMA allein oder der Mischkonsum zu den Schäden geführt hat.

Um diese Fehlerquellen auszuschließen, finanzierte das U.S.National Institute of Drug Abuse 20008 eine Studie, bei der alle Personen ausgeschlossen werden sollten, die andere Substanzen als MDMA konsumiert hatten. Trotzdem sollten die Teilnehmer zur "Rave-Subkultur" gehören und ein entsprechendes Gebrauchsmuster von MDMA aufweisen. Eine solche Gruppe fand sich bei den Mormonen, einer religiösen Gruppe, bei der der Konsum psychoaktiver Substanzen streng reglementiert ist. Es gibt für Mormonen eine Liste, auf der alle „verbotenen“ Substanzen verzeichnet sind. MDMA war lange Zeit nicht auf dieser Liste, so dass es in dieser Gruppe eine Population von "reinen MDMA-Konsumenten" gab. Zur Absicherung wurden die 52 MDMA-User und 59 drogenabstinenten Kontrollpersonen vorher auf ihren vorhergehenden Drogen- und Alkoholkonsum mittels Haaranalysen untersucht.

Ein Vergleich des gesamten Bereichs der neuropsychologischen Tests ergab praktisch keine Unterschiede. Die Autoren schreiben, dass "in dieser Studie, in der viele der in früheren Untersuchungen vorhandenen Störfaktoren minimiert wurden, keine kognitiven Defizite bei Ecstasy-Konsumenten nachgewiesen werden konnten" (Halpern et al. 2011: 777). Die Ergebnisse verweisen darauf, dass der größte Teil der durch MDMA verursachten kognitiven Defizite durch Wechselwirkungen von MDMA mit anderen Drogen und/oder Alkohol verursacht wird.

 

Regelmäßiger MDMA-Konsum und psychische Störungen

Psychische Störungen sind nicht ohne weiteres als „toxisch“ bedingte Störungen zu betrachten, da sie schon vorher bestanden haben oder durch psychosoziale Folgewirkungen des Drogenkonsums bedingt sein können.

Bei der Untersuchung einer möglichen Entstehung psychiatrischer Störungen durch einen (höherfrequenten) Gebrauch von MDMA gibt es methodische Probleme. Zwar wurden eine Reihe von Studien publiziert, die psychiatrische Störungen bei MDMA-Usern beschreiben (z.B. Schifano 2000), doch es blieb unklar, ob die psychische Störungen schon vor Beginn der MDMA-Einnahme vorhanden waren. Außerdem bestand fast immer ein zusätzlicher Konsum anderer Substanzen, insbesondere von Alkohol und Cannabis, der nicht ausreichend Berücksichtigung fand (Daumann et al. 2004). Es ist bekannt, dass Personen, die eine Reihe verschiedener Drogen gebrauchen, generell eine größere Psychopathologie aufweisen, die somit nicht als spezifisch für den MDMA-Konsum gewertet werden kann (Parrott et al. 2001, Roiser & Sahakian 2004).  Dies wurde in Studien von Bedi et al. (2010) und Thomasius et al. (2003) bestätigt, die bei Polydrug-Usern und Cannabis-Usern (ohne MDMA-Konsum) nicht mehr psychopathologische Symptome fanden als bei MDMA-Usern.

Die Lösung für das Problem der Querschnittsstudien, die nicht ausschließen können, dass Unterschiede schon vor Beginn der Substanzeinnahme vorhanden waren, sind sogenannte prospektive Studien. In diesen werden Probandengruppen zum ersten Mal untersucht, bevor sie überhaupt MDMA eingenommen haben. Später werden sie erneut untersucht, nachdem eventuell ein MDMA-Konsum stattgefunden hat. In den wenigen derartigen Untersuchungen (Scott et al. 2010, Thomasius et al. 2006, George et al. 2013) ergab sich, dass bei leichten bis moderaten MDMA-Konsumenten der MDMA-Gebrauch nicht mit einem gehäuften Auftreten von depressiven Symptomen verbunden war. Eine große prospektive Untersuchung an einer repräsentativen Gruppe von jungen Erwachsenen (n=2462) bestätigte eine hohe psychiatrische Komorbidität (insbesondere Depressionen und Angststörungen) bei MDMA-Usern, begleitet von dem Nachweis, dass die psychischen Störungen fast immer schon vor Beginn der MDMA-Einnahme vorhanden gewesen waren (Lieb et al. 2002).

 

Eine umfassende Studie zu MDMA-Usern in Deutschland

In den 1990er Jahren nahm MDMA als Freizeitdroge international zu. Die tatsächlichen Auswirkungen des rekreationalen MDMA-Gebrauchs, mögliche toxische Wirkungen und Auswirkungen auf das Leben regelmäßiger MDMA-User waren jedoch nicht gründlich untersucht worden. Dies war der Hintergrund für die deutsche Regierung, eine teure und umfassende Studie an der Universität Hamburg zu finanzieren (Thomasius 2000).

Die Studie untersuchte die gesundheitlichen und psychosozialen Risiken des Ecstasy-Konsums in drei verschiedenen Gruppen von MDMA-Usern (25 bis 30 pro Gruppe) im Vergleich zu 1. einer Gruppe vollständig drogenabstinenter Probanden und 2. einer Gruppe von Konsumenten mit multiplem Drogenkonsum, aber ohne MDMA. Die MDMA-User wurden nach der von ihnen konsumierten Gesamtmenge MDMA in drei Gruppen unterteilt (E1: bis zu 100 Tabletten, E2: 100-500 Tabletten, E3: 500-2500 Tabletten).

In der Studie wurden unter anderem psychiatrische Krankheitssymptome erhoben, kognitive Funktionen getestet und der Hirnstoffwechsel untersucht. Die Gruppen E2 und E3 wiesen in einigen Messungen Veränderungen auf, während bei der Gruppe E1, also bei einer Gesamtdosis von 50-100 Ecstasy-Pillen, in praktisch keinem der untersuchten Parameter eine Veränderung gegenüber Gesunden nachweisbar war.

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