Wirkungen therapeutischen Atmens Ein Gespräch

Von Prof. Dr. Torsten Passie und Randolph Pleske

 

Es handelt sich um Ausschnitte eines Gespräches, welches ein Experte für die therapeutische Anwendung des verstärkten Atmens und Prof. Passie miteinander über die gemeinsamen Forschungen und Erfahrungen geführt haben. DerText des gesamten Gesprächs erschien 2011 als Broschüre unter dem Titel "Wirkungen therapeutischen Atmens" im VWB-Verlag (Berlin) und kann über den Buchandel bezogen werden. Zur Illustration sind einige Abbildungen in den Text eingefügt worden.

 

Wirkungen therapeutischen Atmens - Ein Gespräch

 

TP: Ich leite mal damit ein, dass wir beide, zusammen mit Kollegen an der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Bender Institute für Neuroimaging an der Universität Giessen, seit mehr als zehn Jahren Forschungen zum „therapeutischen Atmen“ betrieben haben. 

Und das auf praktisch allen Ebenen: Wir haben eine Reihe von Blutwerten gemessen, Herzfunktion und Blutdruckwerte erfasst sowie Sauerstoff- und Kohlendioxidwerte erhoben. Außerdem haben wir Veränderungen der Hirndurchblutung, des Bewusstseinszustandes und des Gefühlserlebens untersucht1 (Abb. 1 und 2). Das hat uns ein relativ vollständiges Bild dieser Zustände vermittelt. Wir wissen auch, was psychisch passiert und was die Leute erleben.

 

… Im Körper wird Sauerstoff zu Kohlendioxid „verbrannt“, um den Muskeln, aber auch dem Gehirn und anderen Geweben, Energie zur 

Verfügung zu stellen. Da Kohlendioxid als Endprodukt beim Stoffwechsel anfällt, zeigt der Kohlendioxidgehalt das Ausmaß des Stoffwechsels in einem Körpergewebe an. Daher nutzt der Körper den Kohlendioxidgehalt, um den Stoffwechsel eines Gewebes festzustellen und das Maß der Durchblutung darauf einzustellen. Mit anderen Worten: Wo mehr Stoffwechsel stattfindet, fällt mehr Kohlendioxid an und die Blutgefäße erweitern sich. Beim verstärkten Atmen wird vermehrt Kohlendioxid abgeatmet und der Kohlendioxidspiegel in den Geweben sinkt ab (Abb. 3). Daher nimmt der Körper an, dass weniger Stoffwechsel stattfindet und verengt die Gefäße. 

Demnach „blufft“ man beim verstärkten Atmen den Körper. Obwohl während des verstärkten Atmens mehr Sauerstoff verbraucht wird, wird durch den verringerten Kohlendioxidgehalt vorgetäuscht, die Gewebe bräuchten kaum Sauerstoff. Somit verengen sich die Blutgefäße und es findet weniger Blutdurchfluss und Sauerstoffzufuhr statt.

Das hat Auswirkungen auf den ganzen Körper. Für das therapeutische Atmen sind vor allem die Wirkungen auf die Hirndurchblutung von Bedeutung. Schon 1946 hat man zuverlässig festgestellt, dass bei verringertem Kohlendioxidgehalt durch verstärktes Atmen die Hirndurchblutung um bis zu 30% absinkt2. Untersuchungen mit bildgebenden Methoden aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass die Durchblutung in der äußeren Schicht des Gehirns, also der Hirnrinde mit den berühmten „grauen Zellen“, am stärksten vermindert ist. In der Mitte des Gehirns, wo die Zentren des Gefühlslebens liegen, fällt die Durchblutung dagegen nicht so stark ab3 (Abb. 4). 

 

Das bedeutet, dass die Schicht der „grauen Zellen“, das Denk- und Kontrollorgan sozusagen, stärker in seiner Funktion geschwächt wird als die tieferliegenden Hirnstrukturen. Daher kommt es zu einer Schwächung von Kontrollmechanismen und einer Verstärkung des Gefühlserlebens, aber auch zu Schwindel und geistigen Veränderungen.

Im Anschluss an die Phase des aktiven Atmens steigt der Kohlendioxidgehalt wieder an und die Blutgefäße gehen alle wieder auf. Außerdem fällt der Sauerstoff zeitweilig ab, was aber unproblematisch ist, da der Körper das gut toleriert.

Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer körperlicher und biochemischer Veränderungen; doch das sind die Wichtigsten.

 

RP: Ist das nicht gefährlich? Kommt es dadurch nicht zu einer Unterversorgung des Gehirns?

 

TP: Es ist nicht gefährlich. Außer für schwerer herzkranke Menschen, wo sich die ohnehin schon verringerte Durchblutung des Herzens weiter verringern kann. Und bei Epileptikern, das heißt Menschen mit vom Hirn ausgehenden Krampfanfällen. Bei denen kann das Atmen das Gehirn „reizen“ und einen Krampfanfall auslösen. Auch schwer nierenkranke Menschen sollten nicht so atmen. 

Die Begleiterscheinungen oder ,“Nebenwirkungen“ bestehen beim verstärkten Atmen aus Verkrampfungen der Hände und manchmal Empfinden von erschwertem Atmen. Gesunden Menschen kann im Stehen schwindelig werden, aber im Sitzen oder Liegen ist das kein Problem. Diese Nebenwirkungen sind harmlos und medizinisch unbedenklich4.

Bei weitgehend gesunden Menschen kann das Atmen also keinen Schaden anrichten; auch nicht bei alten Menschen oder solchen mit hohem oder niedrigem Blutdruck. Dies hat drei Gründe: 1. Wenn der Kohlendioxidgehalt unter die Hälfte des Normalwertes sinkt, so gibt es keinen weiteren Abfall der Durchblutung (Schutzmechanismus). 2. Was das Gewebe weniger an frischem Blut geliefert bekommt, wird dadurch ausgeglichen, dass dem Blut mehr Sauerstoff entnommen wird. 3. Die Durchblutung sinkt bei weitem nicht unter jenen Wert, bei dem es zu einer Gewebsschädigung kommen kann. Diese drei Fakten sind durch wissenschaftliche Messungen belegt5.

 

RP: Soweit ich weiß, hat das verstärkte Atmen ja schon eine lange Geschichte. 

 

TP: Das stimmt. Man könnte vermuten, dass die bewusstseinsverändernde Wirkung eines verstärkten Atmens von Urmenschen beim Feueranblasen entdeckt wurde. Schamanen, die urtümlichen Medizinmänner, haben das Atmen wahrscheinlich seit Jahrtausenden zur Tranceerzeugung angewandt. Noch heute gibt es bei Buschleuten in der Sahara einen Heilungs-Trancetanz, bei dem im Kreis gehend bis zum Eintreten einer Trance verstärkt geatmet wird (Abb. 5). Die islamischen Mystiker, die Sufis, verwenden das verstärkte Atmen zur Hervorrufung von religiösen Trancezuständen. Auch im Yoga gibt zwei Techniken, bei denen eine verstärkte Atmung angewendet wird. Die Übungen heißen „Feueratmen“ und „Blasebalg“6. Sogar bedeutende Mystiker wie Emanual Swedenborg, (1688-1772)7 und Piotr Ouspensky (1878-1947)8 berichten über Versuche mit verstärktem Atmen.

 

Wie unsere Arbeitsgruppe an der Medizinischen Hochschule Hannover zeigen konnte, spielt auch beim Sex ein verstärktes Atmen in Form des „Stöhnens“ eine Rolle bei der Vertiefung sexuellen Erlebens9 (Abb. 6).

 

Doch die ursprüngliche kathartische, reinigende Wirkung ist beim Schluchzen verwirklicht, wo es sowohl zum verstärkten Atmen als auch zur Freisetzung von Gefühlen kommt.

 

RP: Wiederentdeckt als therapeutische Methode hat das verstärkte Atmen in den 1970er Jahren der amerikanische Laientherapeut Leonard Orr, der es mit einem Wiedererleben des Geburtserlebnisses in Verbindung brachte und es unter dem Namen „Rebirthing“ weltweit verbreitete. Aber auch andere Therapeuten haben mit ähnlichen Atemtechniken gearbeitet.

 

TP: Ganz kurz war es so: Mitte der 1970er Jahre entdeckte Orr die therapeutische Wirkung und begann, es als eine „Selbsthilfemethode“ zu verbreiten. Schon bald erlebte das amerikanische Therapeutenpaar Hendricks eine Atemsitzung bei Orr, übernahm die Methode und entwickelte sie als psychotherapeutisches „Radiance Breathwork“10 weiter. Sie betonen zwar die Körperarbeit, sind aber wenig esoterisch. Ganz im Unterschied zu Orr, der autosuggestive Affirmationen und „spirituelle Reinigung“ durch das Atmen propagierte und später auch „Reichtum und Unsterblichkeit“ mit dem Atmen verknüpfte11. Um 1980 kam der international bekannte LSD-Forscher und Psychotherapeut Stanislav Grof dazu. Er kombinierte das Atmen mit starker, treibender Musik und forcierte den Ausdruck von Gefühlen und körperlichen Spannungen12.

Von der nachfolgenden Generation wurde das Atmen nicht mehr so sehr als Mittelpunkt der Therapie gesehen, sondern in der „Integrativen Atemarbeit“ und der von Ihnen praktizierten „Atemzentrierten Psychotherapie“ mit einer längerfristigen Psychotherapie verknüpft. 

Zur heutigen Verbreitung der Methode ist zu sagen, dass die Methode eher randständig ist. Obwohl weltweit sicher Zehntausende diese Atemerfahrungen gemacht haben. Es gibt allerdings in Deutschland drei, vier psychosomatische Kliniken, die das anwenden. 

Obwohl der Methode ein plausibler Wirkmechanismus zugrunde liegt und die auftretenden psychologischen Phänomene gut zu therapeutischen Prozessen passen, wurden wissenschaftliche Untersuchungen, die ein therapeutische Wirksamkeit unzweifelhaft feststellen könnten, bisher leider nicht durchgeführt.

Doch zurück zu den Veränderungen. Welche Auswirkungen auf das Alltagsleben konnten Sie bei Ihren Klienten feststellen?

 

RP: Auswirkungen zeigen sich im Alltag durch die verbesserte Beziehung zu sich selbst und einen erweiterten Horizont in Bezug auf Probleme und Fragestellungen, die sich in Beruf oder Familienleben ergeben. Verursacht wird das dadurch, dass die Klienten während der Atemsitzung tiefe Erfahrungen von sich selbst machen, die sie aus dem herkömmlichen Kontext herausbewegen. Sie lassen eine Erfahrung im Gefühlsbereich zu, die sie vorher nicht hatten. Dadurch gewinnen sie Erkenntnisse über sich selbst oder über andere, die sie durch die anschließende integrative Arbeit in den Alltag umsetzen können. Das ist unser Ansatz, dass wir auf Veränderungen im Alltag abzielen. 

...

TP: Der Alltagsbezug ist von Scherer also bewusst ausgeblendet worden, weil man eine Verbindung zur Natur, zu etwas Göttliche herstellen wollte und den Rahmen entsprechend organisiert hat. Das ist bei Ihnen anders.

 

RP: Da wir damals dabei waren, ist das Teil unserer Geschichte. Wir haben damals durch eigene Prozesse, aber auch durch die Beobachtung anderer festgestellt, dass die Kollision mit dem Alltag oft nicht gut verkraftet wurde. Das waren längere Seminare über fünf oder zehn Tage. Da wurde über die Atmung eine unglaubliche Energie freigesetzt, der Körper und das Bewusstsein richtig energetisiert. Da wurden Energien hervorgerufen und Kanäle geschaffen, für die es im Alltag dann überhaupt keine Durchlässe gab.

TP: Demnach ist es eine wichtige Aufgabe, die Störungen zu benennen und klar zu machen, dass es dabei um, Verhaltensstörungen, Beziehungssprobleme und Neurosen geht.

 

RP: Ohne das geht es nicht. Meine Erfahrung ist, dass man mit einem spirituellen Kontext alleine im Alltag nicht klar kommt, wenn eine Störungsbehaftung vorliegt. Aus diesen Gründen haben wir seit 1988 die Atemmethode mit einem psychotherapeutischen Ansatz kombiniert und weiterentwickelt. Wir lösten uns aus dem spirituellen Habitus und den damit verbundenen Theorien, um mittels psychotherapeutischer Prozesse eine alltagstaugliche Grundlage für die Klienten zu schaffen. 

Die von uns als „Kernerfahrungen“ bezeichneten Erfahrungen sind weiter vorhanden, aber wir pressen sie nicht mehr in ein Interpretationskorsett. Es kann sein, dass Leute eine „göttliche Erfahrung“ haben, die einen hohen Wert hat. Aber man kann sich auch in eine göttliche Erfahrung hineinfantasieren, was einem nicht wirklich weiterhilft. Es ist wichtig zu differenzieren, was echt und was Fantasie ist, was störungsbehaftet und was authentisch ist.

 

TP: Es gibt Erfahrungen, wo man näher am Gefühl ist, wo man durchlässiger wird, Gefühle spürt, es vielleicht zu Gegenreaktionen kommt. Viele fangen an zu weinen, werden vielleicht ängstlich oder lassen ihre Wut raus. Wie kann man diese „kathartischen“ (=reinigenden) Wirkungen im psychotherapeutischen Kontext nutzen?

 

RP: Man kann mit der Atemmethode die Affekte gezielt ansprechen, über die Ratio hinaus. Da, wo Gesprächstherapie aufhört, da kann man über die Atmung eingreifen. 

Man stößt dabei zuerst auf das, was direkt unter der Oberfläche liegt. Wenn der Atemprozess sich vertieft, treten die Affekte mehr und mehr in den Vordergrund, so dass es oft spontan zu stärkeren Abreaktionen kommt. Wenn jemand Schwierigkeiten hat, Wut auszudrücken, dann gehört es womöglich zum Prozess, dass er während der Atemphase schreit oder auch mal auf ein Kissen haut. Aber das ist nicht das Ziel. 

Man kann über die Kommunikation mit dem Klienten während des Atemprozesses das Herangehen an die Affekte mit gezielten Interventionen steuern. Zum Beispiel, indem man Patienten, die eine Problematik mit ihrer Mutter spüren und über den Atemprozess darauf stoßen, dass das wutbehaftet ist, ermutigt, ihre Wut auszudrücken. Das geht meist ziemlich leicht, weil die Patienten schon im Affekt sind. Man kann sagen: Schlag mal auf’s Kissen, drück das mal aus oder schrei einen Satz raus, der eine Bedeutung in der Abgrenzung hat usw. Das wäre das „gezielte Vorgehen“. Etwas anderes ist das „spontane Auftreten“ von Abreaktionen, das heißt dem starken unmittelbaren Ausdruck von Gefühlen. Dies tritt auch ohne Lenkung durch den Therapeuten auf. Man stößt bei beiden Zugängen sehr schnell auf Affekte. Ausnahmen sind sehr störungsbehaftete, zum Beispiel schizoide, stark vom Gefühlsleben abgeschnittene Personen oder Menschen, die stark vom Körper abgespalten sind. Der „gemeine Neurotiker“ ist dagegen sehr schnell zu erreichen. 

Man kann das als ein sukzessives „Durchbaggern“ durch Affekte, die Schicht für Schicht zutage treten, verstehen. Die aufkommenden Affekte sind psychotherapeutisch zu interpretieren. Die brauchen keinen spirituellen Sinn. Die „Kernerfahrungen“ liegen jedoch noch eine Schicht tiefer. 

Was wir als Kernerfahrung bezeichnen ist eine Erfahrungsform, die nicht psychotherapeutisch zu interpretieren ist. Es ist eine spirituelle oder „transpersonale“, über den persönlichen Erfahrungshorizont hinausgehende Erfahrung. Man kann darüber reden, aber es ist besser, man lässt es offen, lässt das die Betroffenen für sich interpretieren. Die wissen meist sehr genau, was sie da erleben, spüren und erkennen. 

Auch ein Anwachsen von Energie im Körper ist zu sehen, insbesondere, wenn es mal nicht zur Abreaktion kommt, sondern die Energie im Körper verbleibt, anwächst und die Spannung sich in Verdichtung, Verengung oder Blockierung ausdrückt. Diese Aufladung steuert stets auf einen Zuspitzungspunkt hin, wo es scheinbar unerträglich wird. Im Anschluss kommt es zu einer großen Lösung. Diese Lösung wird als sehr befreiend erlebt und korrespondiert nicht selten mit einer Kernerfahrung. 

Uns geht es darum, dass die in der Heilungsphase neu gewonnenen Energien adäquate Kanäle im Alltag finden. Dass die Person in die Lage kommt, sich mit diesen Energien im Alltag adäquat auszudrücken. Dafür ist Psychotherapie notwendig, weil der Ausdruck dieser Energien durch Störungen, Neurosen, Traumata usw. behindert sein kann. Daher verbinden wir das. Wir machen in der Atemphase auch psychotherapeutische Arbeit. Wir diagnostizieren, wir intervenieren, lenken, steuern, führen auch eine Gesprächstherapie mit den Betroffenen. 

Wir bleiben während der ganzen Zeit des Atmens in Kommunikation. Auch der Klient hat jederzeit die Möglichkeit, etwas zu sagen, uns anzusprechen, worauf der Therapeut reagiert. Wenn der Störungshintergrund mehr und mehr beseitigt ist, wird diese Phase ruhiger verlaufen, so dass Personen, die fortgeschrittener sind, sich hinlegen, atmen, die Energie aufbauen und dann einen guten, gelösten Zustand haben (Abb. 7).

 

 

RP: Auch für die Anleiter ist es wichtig zuzulassen, dass Klienten ihre Gefühle ausdrücken dürfen, also die Träne nicht weggetupft oder der Wutschrei unterdrückt wird. Wesentlich ist, dass das Ausdrücken von Gefühlen nicht forciert wird, aber wenn Gefühle da sind, diese eine Berechtigung haben und zugelassen werden.

Im Verlauf des Prozesses fällt nach und nach die Unterteilung in „gute“ oder „schlechte“ Gefühle weg. Gesteigert werden Schwingungsfähigkeit und Ausdruck, aber auch das „Aushalten“ vermeintlich negativer Gefühle wie Wut, Trauer und Angst. All diese Gefühle werden nach und nach als natürlich zu einem gehörend empfunden. Und dieses erweiterte Spektrum steht dann auch in der Beziehung mit anderen zur Verfügung. Therapeutisches Atmen ist also eine Methode, die den Umgang mit Gefühlen ermöglicht und schult. 

Es scheint, dass der Körper und der ganze affektive Bereich von sich aus eine starke Tendenz haben, ins Gleichgewicht zu kommen, sich selbst zu „reinigen“ und die - wie Freud sagt - „eingeklemmten“, ungelebten Affekte rauszubringen. Man stößt im intensivierten Atem- und Körpererleben wie von selbst auf Störungen und Blockaden im Körper und im Gefühlsbereich, spürt den Energiefluss usw. 

In den therapeutischen Prozessen findet ein ständiger aktiver Umgang mit der Gefühlswelt statt. Es wird sich mit Affekten und konkreten Situationen auseinandergesetzt. 

 

TP: Wir haben eine rational geprägte Kultur, die von einem technischen Verständnis von Umweltvorgängen und inneren Prozessen beherrscht ist. Wir müssen uns in komplexen sozialen Situationen im Ausleben von Gefühlen und Befindlichkeiten sehr regulieren. Dazu kommen negative biographische Erfahrungen mit dem Ausdruck von Gefühlen. Man könnte gar davon sprechen, dass es auf kultureller und individueller Ebene ein fundamentales Misstrauen gegen die Welt der Gefühle gibt. Wie  kommt es, dass die Atemmethode das Vertrauen in die Gefühle so sehr stärken kann?

 

RP: Oft treten beim Atmen spontan tiefe Seinserfahrungen von uns selbst auf. Die geben einen Eindruck davon ‚Wie ich bin, wenn ich nicht so blockiert und gestört bin‘. Während dieser Erfahrungen tritt man aus der gewöhnlichen seelischen Verfassung heraus. Zentral ist dabei die Erfahrung einer tiefen Selbstannahme. Im Verlauf des Prozesses wird diese Selbstannahme, wahrscheinlich auch auf körperlicher Ebene, sehr tief gespeichert, vermittelt innere Sicherheit und hilft, Gefühle besser auszudrücken.

Außerdem gibt es einen Trainingseffekt, weil man die ganze Zeit mit Affekten umgeht. Dadurch wird das Spüren und Ausdrücken von Gefühlen zunehmend einfacher, natürlicher und normaler. Dadurch wird man insgesamt selbstbewusster und kann sich besser annehmen. 

Das läuft zu nicht geringen Anteilen über die Kernerfahrungen, wo man sich durch die Affekte hindurch in sich selbst hinein entspannt. Diesbezüglich hat die Ausklangphase, die Musikphase, einen hohen Stellenwert, da man sich auf einem höheren Energieniveau nochmal ganz tief spürt und annimmt. Das ist nicht bewusst gesteuert, sondern vollzieht sich eher automatisch.  

TP: Wenn diese ganze Filterung der Gefühlswelt durch das Reale hindurch verschwindet, kommen an den Wurzeln menschlichen Erlebens essentielle, tiefste Gefühle zum Vorschein. 

Von daher könnte man ein Schichtenmodell postulieren. Ganz oben die Ratio und darunter die durch das Ich gesteuerte, an die vermeintliche Realität angepasste Gefühlswelt. Noch tiefer, im innersten Kern gibt es nur Liebe und keine Angst. Eine tröstliche Botschaft, oder?

 

RP: Was genau macht aus Ihrer Sicht diese Kernerfahrungen aus? 

 

TP: Man könnte postulieren, dass in diesem veränderten Erlebnis- und Energiezustand durch ein intensiviertes und körpernahes Erleben der  Kontakt mit einem inneren Kern hergestellt und empfunden wird, der noch unter all dem liegt, was uns als individuelle Wesen mit unseren biographischen Prägungen ausmacht. Klar ist dieser „Kern“ keine anatomische Struktur oder sowas. Man sich dem sprachlich nur über Bilder oder Gleichnisse nähern. Doch die Beschreibungen über einen Kontakt mit diesem Kern sind so häufig, dass man seine Existenz zumindest annehmen kann. Um diesen innersten Kern befinden sich diverse Schichten, die durch unsere Erfahrungen geprägt sind und unsere Individualität ausmachen. Vielleicht ist es so, dass der Zugang zu einer Kernerfahrung umso verlegter, versperrter ist, je mehr an Verspannungen durch Unausgeglichenheiten der oberen Schichten, vielleicht verursacht durch harmonisiestörende biographische Erfahrungen, darüberliegt.

Eine Kernerfahrung wären ein Kontakten mit dem innersten psychophysischen Kern, einer ganz archaischen Erfahrungsqualität, die am Grunde des Erlebens, unterhalb aller individualitätsbedingenden Auszeugungen, liegt. Auf dieser Erlebnisstufe wären alle gleich, erleben alle Menschen, egal aus welchem Kulturkreis, etwas Gleichartiges, unverstellbar durch individuelle biographische Prägungen. Das Kontaktieren dieses inneren Kerns ist verbunden mit einem Gefühl von Gesundheit und Intaktheit, von Kraft, Vertrauen und Verbundenheit. Von daher wurde auch vom Kontakt mit einer „göttlichen Energie“ gesprochen, obgleich es sich dabei letztlich um eine „zutiefst humane“ Erfahrung handelt.

Wenn im Innersten alle Menschen das Gleiche erleben, an der Basis gleich sind, Gleiches empfinden, kann ich mich viel mehr anvertrauen, weil ich dann eine Güte und Gleichheit in den innersten Gefühlen, Antrieben und Motiven bei allen Menschen annehmen kann und diesen mehr vertrauen darf. Das könnte Teil der vertrauensbestärkenden Wirkungen sein.

Wenn ich in meiner Beziehungs- und Erlebnisfähigkeit beeinträchtigt bin, habe ich es nicht leicht, an diese tiefen Vertrauenserfahrungen heranzukommen und kann vielleicht nur eingeschränkt Liebe zu mir selbst spüren und anderen vertrauen, was ja Voraussetzung für Beziehung ist.

Im Kontakten dieses inneren Kerns findet eine direkte und sehr ganzheitlich empfundene Selbstannahme statt. Da kann ich mich selbst als eine in ihrer Kraft befindliche Person erfahren. Es stellt sich dann nicht die Frage nach ‚wie viel bin ich wert?’ oder ‚bin ich es überhaupt wert, angenommen und geliebt zu werden?‘ usw. Denn dieses Empfinden liegt noch vor jedem Fragen und Bewerten. 

Wenn die ganze Filterung der Gefühlswelt durch das Reale verschwindet, kommt an den Wurzeln menschlichen Erlebens eine ganz bestimmte Qualität von Gefühlen zum Vorschein. 

Je mehr Filterung sich durch das Atmen abbauen kann, desto mehr spüre ich den Kern der Gefühlswelt: Liebe. Im Kern gibt es keine Angst, nur das Gefühl der Liebe. In einer vertrauensvollen Entspannung entfalten sich Liebesempfindungen ganz natürlich. 

 

RP: Es ist ein besonderer energetischer Zustand, der ein ganzes Spektrum von Erfahrungsmöglichkeiten enthält. Die Betroffenen kommen mit ganz außergewöhnlichen Beschreibungen dieser Erfahrung. Im medizinischen Sinne würde man sagen, dass sie halluzinierte Geräusche hören, eigenartige Gedankeninhalte, fremdartige Sinneswahrnehmungen und Körperempfindungen haben. Das trifft aber nicht zu, da es sich um keine krankhaften, sondern gesundheitsbegünstigende Erfahrungen handelt. Das Spektrum reicht bis zu tiefen religiösen Erfahrungen. 

Was schön anzusehen ist, sind die regelmäßig auftretenden und tief berührenden Erfahrungen großer Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass man lebt, für das, was man schon hat, was schon da ist. Das geht bis zu einer „Gedankenbefreiung“ mit Erkenntnissen über das, was man alles tun könnte, wenn man diese Energien im Alltag zur Verfügung hätte.

Eigentliche tiefe Kern- und Seinserfahrungen sind dagegen selten. Dass im Verlauf von 20, 30 oder 40 Atemsitzungen mindestens ein oder zwei auftreten, ist wahrscheinlich. Meistens geschieht das am Anfang, wenn die Leute noch unbefangen sind. Sie wissen nicht, was kommt, und ihre Abwehr ist noch nicht so strukturiert. Da machen die Klienten noch ohne feste Erwartungen erstmal die ganzen Erfahrungen 

Das hält die Leute aber nicht davon ab, es immer wieder zu versuchen. Nach dem Motto: Oh, das war so toll, das will ich wieder haben. Genau dieses Wollen verhindert aber die Erfahrung, weil diese essentiell mit Loslassen zu tun hat. Man kann nur in die Erfahrung kommen, wenn man loslässt, sich in sich selbst entspannt, egal, was für Spannungen da sind. Doch da wir alle so gepolt sind, dass wir etwas gezielt erreichen wollen, müssen wir erstmal lernen, davon runterzukommen, dass wir diese Erfahrung „erreichen“ wollen. Sie tritt nur gelegentlich auf. Das ist so. 

Was dagegen in jeder Sitzung auftritt, ist der sehr tiefe, gelöste Entspannungszustand. Der allein reicht schon für Veränderungen. Wenn man den erreicht, hat man im psychotherapeutischen Kontext schon viel mehr an Erfahrung ermöglicht als es bei Gesprächstherapien drin ist. In dem gelösten Zustand gibt es auch ein Anspüren dessen, wo man mit sich hinkommen kann im entspannten Sein.

TP: Ein wesentlicher Aspekt der Atemerfahrung ist die Erfahrung der “Deckungsgleichheit“, wo ein Einssein von Körper, Seele und Geist ganz unmittelbar erlebt wird. 

Gewöhnlich haben wir im Alltag den Eindruck einer Spaltung in verschiedene Teile. Typischerweise sagt der Geist oder die Ratio was anderes als die Seele oder der Körper. Doch im Zustand völliger Entspannung werden die drei als miteinander verschmolzen erlebt. Das Erleben einer solchen Einheit ist eine ganz tiefreichende Erfahrung. Das scheint mir auch ein Wirkfaktor zu sein; dass in dem gelösten Zustand diese drei Entitäten als miteinander vereinigt und fundamental intakt erlebt werden.

 

RP: Wollte man es als einen linearen Prozess auffassen, so würde man sich von der Ratio bis zum „Sein“ durch die Schichten der Affekte „durchatmen“. Natürlich muss man das einbetten in einen Kontext von psychotherapeutischen Interventionen, da kommt man nicht alleine und automatisch durch.

Ja, am Ende ist es Liebe, was spürbar wird. Im innersten Kern trifft man auf einen angstfreien gelösten Zustand, der Liebe ist. Das zu erfahren, damit in Berührung zu kommen, ist die eigentliche Heilung.

 

TP: Die Verbundenheit mit einem grundlegenden Liebesgefühl kann ein enormer Beitrag zum Heilwerden sein, weil man dadurch das Misstrauen gegen das eigene Innere, die anderen oder „die Welt“ vermindern bzw. auflösen kann.

 

RP: Das ist eine wesentliche Wirkung. Diese Erfahrung ist auch mit Erkenntnisprozessen gekoppelt. Es scheint so, dass man einen Erkenntnisgewinn über seine Ressourcen und sein Potential erfährt. Dies aber nicht im Sinne des gewöhnlichen Denkens. Typisch ist es, dass Menschen in diesem Zustand Eingebungen haben wie „ich könnte mich aus dem bisherigen Zustand rausbewegen und Heiler sein“ oder „ich könnte ein Geschäftsmann werden“ oder „ich könnte nach Hause gehen und meine Frau wieder in die Arme nehmen“, so was in der Art. Es ist nicht einfach zu beschreiben, wie in diesem Zustand Möglichkeiten gesehen und spürend erfahren werden; Vieles plötzlich überraschend einfach erscheint. 

Wenn diese Erfahrungen sich wiederholen, vermehren sich Vertrauen und Festigkeit. Es ist eine transformative Veränderung, wenn man lernt, dass dieser Zustand sich wiederholt und zunehmend stabiler zu einem selbst gehört. Die therapeutische Arbeit ist es, im Inneren und in der uns umgebenden Welt dafür Kanäle zu schaffen, die Schatten wegzunehmen und die Ressourcen und das Potential zum Ausdruck zu bringen.

TP: Bei den seit den 1970er Jahren beschriebenen Atemmethoden wie Rebirthing, Radiance Breathwork und Holotropes Atmen gibt es einen ganz unterschiedlichen Umgang mit Körperarbeit. Es gibt Therapeuten, die ohne jeden Körpereinsatz bei ihren Klienten alle oben beschriebenen Effekte haben. Dann gibt es diese ziemlich herbe Körperarbeit von Grof. Der sagt: Wo Spannungen sind, da geh ich ran und verstärke sie, spitze sie zu, treibe sie zum körperlichen Ausdruck, mache spannungszuspitzende Handgriffe und Gegenwirkungen. Da es dabei nur um fünf oder sechs einfache Handgriffe geht, ist das nicht gerade subtil. Oder es gibt die Körperarbeit im Rebirthing, wo man durch Wasserbäder, pressende Wicklungen und andere „Druckarbeit“ auf den Leib eine Widererinnerung an das „Geburtstrauma“ stimulieren will. 

Wird von Ihnen Körperarbeit eingesetzt? 

 

RP: Nein. Die Atemmethode selbst ist so stark, dass man nur Anweisungen zur Atmung geben muss. Direkt am Körper machen wir gar nichts (Abb. 10). Wir vermitteln natürlich Klienten, die Tetanien entwickeln, dass die Zustände reversibel sind und dass man sich durch Reduktion der Atemintensität da rausbewegen kann. 

Wenn Erfahrungen einmal zu sehr ängstigen, braucht man mit den Klienten nur etwas länger sprechen. Durch das Sprechen vermindern sie das Atmen, die Spannungen lösen sich und es wird alles wieder sicherer. Man kann das sehr gut steuern, ohne am Körper zu intervenieren. Ich wüsste auch nicht, wie man dort intervenieren sollte, denn es geht wesentlich um Homöostase. 

Der Körper, einschließlich des Gefühlslebens, hat eine starke Tendenz, sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen. Je weniger man von außen eingreift, je weniger auch der Klient eingreift desto besser, weil da heilsame autoregulative Prozesse ablaufen. Das setzt allerdings voraus, dass man ein Verständnismodell hat, in dem körperliche Selbstregulierungsprozesse als vertrauenswürdig betrachtet werden.

Man kann das Atmen auch in Gruppensettings und bei Paaren einsetzen. Die Paare sitzen sich mit offenen Augen gegenüber und atmen. Die Übung ist, miteinander in Kontakt zu sein. Dabei wird die Gefühlswelt aktiviert. Auch unterdrückte Gefühle kommen an die Oberfläche. Es kann sein, dass Wut, Trauer, Angst usw. intensiv ausgedrückt werden. Sowas braucht natürlich einen sicheren therapeutischen Rahmen und professionelle Begleitung. 

Auch hierbei tritt in der Nachklangphase eine fundamentale Entspannung ein. In dem entängstigten Zustand begegnen sich die Paare nochmal ganz anders, sehr entspannt und intensiv. Auch wenn sie sich vorher anbrüllt haben, können sie sich hinterher in die Arme nehmen und halten.

Beeindruckend ist auch, wenn eine ganze Gruppe am Ende eines Gruppenatmens in so einen gelösten Zustand kommt. Es kann Heilung bedeuten, wenn man plötzlich in der Lage ist, Körperkontakt zuzulassen oder jemanden zu fragen: „Kannst du mich mal in den Arm nehmen?“ oder so. Was man sich vielleicht vorher nie getraut hätte. Wo man sich sonst verspannt und das abgelehnt hätte. Solch ein Durchbruch wird als heilsam erlebt. Das schafft intensive Begegnungen und hat als gemeinsame Erfahrung auch positive Wirkungen auf den Gruppenzusammenhalt, die Offenheit untereinander.

 

TP: Auch hier erscheint der Aspekt des Vertrauens ganz wesentlich. Kann ich mir so weit vertrauen, dass ich mich dem anderen anvertrauen kann? Mein Gefühl zu zeigen, meine Bedürftigkeit auszudrücken und zu sagen: Hier, sowas empfinde ich, nach so was sehne ich mich usw. Normalerweise hätte ich vielleicht gedacht: Nee, das kann du doch nicht machen. Überleg mal, den kannst du doch jetzt nicht ansprechen. Da machst du dich ja lächerlich usw. Doch diese Art von abgehobener Ratio existiert nicht mehr, wenn man in dem entängstigten Erleben ist. 

RP: Aber diese Erfahrungen können ihr positives Potential nur entfalten, wenn ein geeigneter Kontext dafür bereitgestellt wird. Leicht kann es sonst zu unkontrollierten Verwicklungen und Fehlinterpretationen kommen. Der Rahmen muss absolut sicher sein. Sowohl für die Klienten als auch für die Therapeuten. Keinesfalls nach dem Motto: Dann machen wir einfach mal und schauen, was passiert. Denn man kann sich auch schaden, wenn es nicht mehr steuerbar ist und die Erfahrung in eine einsame Richtung geht. Außerdem gibt es Leute mit ausgeprägtem Störungshintergrund, die diese Energie wieder in die Neurose packen und ausagieren. Da muss man therapeutisch gegensteuern. Meistens ist die Eigendynamik jedoch so, dass es „von sich selbst her“ günstig gesteuert wird. 

Wichtig erscheint mir, dass die Leute nicht ständig zum unmittelbaren Ausdrücken von Gefühlen ermuntert werden, wie das in den 1980er Jahren kultiviert wurde. Dass Leute schon anfangen zu schreien, wenn sie sich nur hinlegen, muss absolut nicht sein. Wenn sie abwehrbedingt anfangen zu reden, kann man sagen:  Bleib mal bei dir, lass uns einfach mal atmen, einfach mal nur mit dem, was da ist. 

 

TP: Was würden Sie denn als Ziel beschreiben, wenn es nicht so sehr um den Ausdruck von Gefühlen geht?

 

RP: Mit allen aufkommenden Spannungen zu atmen. In einem Rhythmus, der sich nach anfänglicher Anstrengung von selbst ergibt. Und den Prozess innerlich solange zu halten, bis er in die Entspannungsphase übergeht. Das ist jedoch was Fortgeschrittenes. Das kann man nicht auf Anhieb. Es erfordert Übung. 

Wenn man rein therapeutische Arbeit machen will, kann man intervenieren, d.h. mit den Personen sprechen, über bestimmte Probleme, Fragen stellen zu Störungen, Traumata, was auch immer. Man kann auch mit den Affekten arbeiten. Vom Resultat her ist es jedoch günstiger, die Leute atmen sich ohne viel Intervenieren selbständig durch den Prozess und gehen dann in die Entspannungsphase. Jede Unterbrechung stört den Aufbau der Energie, die man braucht, um in diesen Zustand zu kommen. 

 

Literatur

 

  1. Passie T, Goetzke A, Pleske R, Bruns-Pleske R, Wiese B, Emrich HM, Logemann F. Alterations of consciousness, affectivity and blood gases during and after forced and prolonged voluntary hyperventilation. Neuropsychobiology 65 (2012): Im Druck; Passie T. Pneumokatharsis. 2012; Sassinek T. Effekte lang anhaltender, willkürlicher Hyperventilation auf Blutgase, Hirnperfusion und Bewusstsein: Eine funktionelle Magnetresonanztomographie-Studie mit Arterial-Spin-Labeling-Technik. Giessen: Med. Diss. 2011.
  2. Kety SS, Schmidt CF (1946). The effects of active and passive hyperventilation on cerebral blood flow, cerebral oxygen consumption, cardiac output, and blood pressure of normal young men. J Clin Invest 25:107-19.
  3. Bednarczyk EM, Rutherford WF, Leisure GP, Munger MA, Panacek EA, Miraldi FD, Green JA Hyperventilation-induced reduction in cerebral blood flow: assessment by positron emission tomography. DICP 24 (1990): 456-60.
  4. Weidmann G. Das Hyperventilationssyndrom. München, Berlin, Wien 1968
  5. Brown EB. Physiological effects of hyperventilation. Physiological Reviews 33 (1953): 445-471; Gardner WN. The pathophysiology of hyperventilation disorders. Chest 109 (1996): 16-34
  6. Lysebeth A Die große Kraft des Atems. Weilheim 1977
  7. Swedenborg E. Divine love and wisdom. West Chester, PA 2003
  8. Ouspensky PD. Ein neues Modell des Universums. Weilheim 1973
  9. Passie et al. 2003 Passie T, Hartmann U, Schneider U, Emrich HM. On the function of groaning and hyperventilation during sexual intercourse: intensification of sexual experience by altering brain metabolism through hypocapnia. Medical Hypotheses 60 (2003): 660-663
  10. Hendricks GH and K. Radiance. Berkeley, CA 1991 (dt. Berlin: Selbstverlag 1997)
  11. Orr L, Ray S. Rebirthing in the new age. Berkeley 1979
  12. Grof S. Das Abenteuer der Selbstentdeckung. Stuttgart 1983; Grof S. Holotropic Breathwork. Albany 2010
  13. Scherer K. Der Atem als Tor. Freiamt 1992

 

Weitere Literatur

 

Dowling C. Rebirthing and breathwork. London 2000

Ehrmann W. Handbuch der Atemtherapie. Ahlerstedt 2004

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